*POLAR PUBLIK e. V. ist ein interdisziplinäres, intergenerationelles und internationales Künstlerinnenkollektiv mit Sitz in Köln, dessen Mitglieder in unterschiedlichen sprachlich-kulturellen Kontexten aufgewachsen sind und über langjährige Erfahrung in Oper, Theater, freier Szene, Bildender Kunst und Choreografie verfügen. So fließen verschiedenste Perspektiven, Kompetenzen und Ausdrucksformen gleichberechtigt in ihre Arbeit ein.

Das rein weibliche Team entwickelt seine Projekte aus intensiven Recherchephasen und aus der Begegnung zwischen unterschiedlichen Disziplinen aus Wissenschaften und Kunst, sowie zwischen professionellen Künstler*innen und Laien.

Inhalte entwickeln sie kontinuierlich aus vergangenen Projekten, in welchen sie sich Situationen widmen, in denen Macht und Ohnmacht spürbar werden: Wie lassen sich die Geschichten derer erzählen, die im (akustischen) Schatten stehen – übertönt, beiseitegeschoben, nicht wahrgenommen?

In der Begegnung mit Menschen, Orten und komplexen Themen entstehen musikalisch durchlässige und zugleich politisch tiefenscharfe Arbeiten. *POLAR PUBLIK erschafft innovative Formate, die durch poetisch-theatrale, akustisch aufgeladene Raumsituation die Zuschauer*innen zu einer sinnlichen Erkenntniserfahrung einladen, indem körperliche und kognitive Prozesse bewusst zusammengeführt und -gedacht werden.

Zu einer ersten Zusammenarbeit kam es im Rahmen des Stadtprojektes DIE STADT VON DER ANDEREN SEITE SEHEN am Schauspiel Köln (2015-2017). Mit VERSCHWINDENDE ORTE oder WAS UNS RETTEN KANN, einem Projekt über Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier, setze die Gruppe 2019 ihre Arbeit in Koproduktion mit dem Freien Werkstatt Theater Köln und der Alten Feuerwache Köln fort.

2020 gründeten sie den eingetragenen Verein *POLAR PUBLIK. Im selben Jahr erhielten sie das RELOAD Stipendium der Kulturstiftung des Bundes und wurden für das Mentoringprogramm des Landesbüro NRW und der Kunststiftung NRW ausgewählt.

2021 entstand der theatrale Parcours LET’S SING ANOTHER SONG! – PROTEST! (nominiert für den Kurt-Hackenberg-Preis). Ebenfalls im Jahr 2021 arbeiteten *POLAR PUBLIK im Rahmen des integrative Projekt WAS SIEHST DU, WAS ICH NICHT SEHE? und in Kooperation mit der Oper Köln  mit Kindern der Grundschule „Kunterbunt“ in Köln-Vogelsang.

2022/23 entstand die Inszenierung ALLES IN STRÖMEN – DAS VERSPRECHEN DER RESONANZ wieder in Koproduktion im FWT Köln. 2023/24 konnten *POLAR PUBLIK dank der Förderung zur künstlerischen Forschung durch die Kunststiftung NRW eine künstlerische Langzeitrecherche zum Phänomen des BRUCHS durchführen und diese im Mai 2025 in die Produktion UNBREAK! – AUFBRÜCHE IN DIE VERSÖHNUNG überführen. 


Eva-Maria Baumeister arbeitet als Regisseurin an der Schnittstelle von (Musik-)Theater, Hörspiel und Performance. Seit ihrem Studium der Theaterwissenschaften in Amsterdam und der Regie an der Folkwang Universität in Essen inszeniert sie an diversen Theatern im deutschsprachigen Raum und realisierte mehrere Hörspiele in Koproduktion mit dem WDR und dem DLF. 2006 war sie Co-Gründerin des Hamburger Festivals Kaltstart. 2013/14 hatte sie die Co-Leitung des Jungen Theaters in Göttingen , 2015 – 2017 des Projektes DIE STADT VON DER ANDERE SEITE SEHEN am Schauspiel Köln inne. Letzte Regiearbeiten:
RITUALE DES TEILENS im Rahmen des Festivals cityleaks Köln (2017) , TROST DEN
UNTRÖSTLICHEN an der Schwankhalle Bremen (2018) , VERSCHWINDENDE ORTE (2019/2020, Theater und Hörspiel) und GELD, WIR MÜSSEN REDEN (2020).

www.evamariabaumeister.de

Oxana Omelchuk   geboren in Weissrußland,  absolvierte ihr Magisterstudium im Fach Komposition bei Prof. Johannes Fritsch und Studium im Fach Elektronische Komposition bei Prof. Michael Beil.  Uraufführungen bei verschiedenen Festivals (u.a. Acht Brücken Köln 2011, 2013, Münchener Biennale 2012, Donaueschingen Musiktage 2012, Eclat 2015, Wien Modern 2015 und 2018, Afekt (Tallinn) 2016, Musikprotokoll Graz 2017, Ars Musica Brüssel 2018, Warsaw Herbst 2018). Verschiedene Preise und Stipendien (u.a. DAAD- Stipendium 2003, Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln 2006, Aufenthalts- Stipendium im Künstler-dorf Schöppingen 2007, Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden 2009, Aufenthaltsstipendium in der Künstler-residenz Villa Aurora Los Angeles, USA 2018). 2019 nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Ensemble mit Elektronik“.

www.oxanaomelchuk.com

Nina Rühmeier studierte Theaterwissenschaft, Neuere Geschichte und Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin und der Université de Paris VIII, Vincennes-Saint-Denis. Von 2006 bis 2011 war sie zunächst als Dramaturgieassistentin, dann als Dramaturgin am Maxim Gorki Theater Berlin engagiert (Intendanz Armin Petras). Anschließend arbeitet sie als freie Dramaturgin u. a. am Schauspielhaus Zürich und für das Theaterkollektiv Franz von Strolchen. Es folgte von 2013 bis 2018 ein Festengagement am Schauspiel Köln (Intendanz Stefan Bachmann). Heute arbeitet Nina Rühmeier freiberuflich als Übersetzerin und Dramaturgin, zuletzt mit den Regisseur*innen Philine Velhagen, Rainald Grebe, Armin Petras, Monika Dobrowlanska, der Gruppe subbotnik, sowie dem Kollektiv Polar Publik, dessen Gründungsmitglied sie ist.

Sonia Franken ist Choreographin, Tanzvermittlerin und – wissenschaftlerin. Mit ihrer choreographischen Arbeit an skurrilen Tanzperformances mit Tiermasken, unter dem Label El Cuco Projekt, wurde sie 2020 für den Kölner Tanzpreis nominiert und 2022 mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die intensive Auseinandersetzung mit Tanzvermittlung; in Form von (Schul)Projekten mit Kindern und Jugendlichen, Lehraufträgen der Universität zu Köln sowie in der Fachlichen Begleitung von Kollegen:innen in diesem Feld. Sie ist Jurymitglied beim Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele und Co-Projektleiterin von Tandem Tanz des Bundesverbands Aktion Tanz. Sonia Franken schloss ihre Studien an der Rotterdam Dance Academy / Codarts, der Hochschule für Musik und Tanz Köln / ZZT ab und ist zertifizierte IOKAI Shiatsu® Praktizierende.

www.choreographie.org

Fiona Metscher ist Schauspielerin, Sprecherin und Schauspieldozentin.
2018 wurde sie mit dem Kölner Darstellerpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Seit dem Ende ihrer Schauspielausbildung an der „Schule des Theaters im Theater der Keller“ in Köln hat sie regelmäßige Engagements an Stadttheatern,  Privattheatern und in der freien Szene in Köln, Bonn, Dortmund, Hagen, Hannover, Koblenz, Krefeld, Mannheim und Münster. Gastspiele führten sie u.a. nach Berlin, Hamburg, München und das Schauspiel Zürich. Seit 2012 ist sie Ensemblemitglied bei „Sir Gabriel Trafique“. Dort arbeitet sie mit Kollegen:innen vom Schauspielhaus Hamburg, Theater Dortmund, Berliner Ensemble und Schauspielhaus Bochum zusammen.

www.schauspielerin.fionametscher.de

Ute Eisenhut studierte Schulmusik (Hauptfach Cello/Klavier, Leistungsfächer Gesang/Chorleitung) an der Folkwang Hochschule in Essen. Nach dem Studium übernahm sie die Leitung der Musikschule im westfälischen Geseke. Nach Ihren Tätigkeiten in Leipzig als Sopranistin im Rundfunkchor des MDR und als Barpianistin im Hotel Intercontinental gründete sie 2002 zusammen mit dem Pianisten Graham Welsh das Duo Feuertraum, das zu einer wesentlichen Säule ihres künstlerischen Schaffens geworden ist. Seit 2007 ist sie an der Schule des Theaters im „Theater der Keller“ als Dozentin für Gesang tätig. Es folgen zusätzliche Engagements als Isolde im „Theater der Keller“ in der Uraufführung „Wer aus mir trinkt, wird ein Reh“. Theaterstück “ Parsifal – einer von uns, mit uns, unter uns“ im Jungen Theater Göttingen. Im Jahr 2010 begann sie die interessante Aufgabe als Stimmbildnerin und Vizechorleiterin beim Ruhrkohle Chor.

Eva Maria Müller  studierte Kulturwissen-schaften (Schwerpunkt: Theater, Medien und Musik) an der Universität Hildesheim und der Università degli Studi di Pavia, Italien. Seit 2010 wohnt sie in Köln, wo sie zunächst beim ENSEMBLE MUSIKFABRIK als Assistenz des Projektmanagements beschäftigt war. Seit 2011 arbeitet sie freischaffend für Institutionen, Musiker:innen und Komponisten:innen der neuen Musikszene (ENSEMBLE ASCOLTA, das INSTITUT FÜR NEUE MUSIK DER HFMT KÖLN, die OFFENE JAZZ HAUS SCHULE und ON – Neue Musik Köln).
Seit 2011 arbeitet sie eng mit dem Musiktheaterkomponisten Manos Tsangaris zusammen. Gemeinsam mit ihren Kollegen:innen des Produktionsbüros littlebit übernimmt sie regelmäßig die Organisation und Durchführung diverser Festivals (DARMSTÄDTER FERIENKURSE, FESTIVAL BONN HOEREN).

Lena Thelen studierte Theatervormgeving an der Academie Beeldende Kunsten Maastricht und an der Kunst-Hochschule- Berlin Weißensee. 2007-2010 assistierte sie am Theater Bonn sowie am Schauspiel und der Oper in Köln.

Seit 2011 ist sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, u.a. bei der Uraufführung „Nullzeit“ von Juli Zeh am Theater Bonn, Regie: Sebastian Kreyer,  „Les Enfants terribles“ von Philip Glass, Oper Köln, Regie: Anna Horn, „Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, am DNT Weimar, Regie: Christoph Mehler und „Faust II“ am Theater Koblenz, Regie: Christian Schlüter. Ausstattung für einen Western  sowie eine Sciencefiction Bearbeitung am Schauspiel Köln mit den Rheinischen Rebellen 60+.

www.werkraumkontinuum.de